Schönweider Galloways

Natürlich aufgewachsen

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren Schönweider Galloways und unseren Fleischerzeugnissen auf der Galloway Star Ranch in Gottesgabe.

Der landwirtschaftliche Betrieb liegt mitten in der holsteinischen Schweiz. Hier, wo gute Luft, blau schimmernde Seen, kühle Wälder und eine malerische Landschaft in jedem Jahr viele Touristen anziehen, fühlen sich auch unsere schwarzen Galloways wohl.

Wir züchten und halten unsere Rinder art- und rassegerecht in ganzjähriger Weidehaltung.

Im Jahr 1987 importierten wir die ersten vier Galloways aus Schottland. Heute stehen auf den Weideflächen drei Deckbullen, die zwischen zwei und vier Jahre alt sind, und ca. 30 Mutterkühe. In jedem Frühjahr tummeln sich dann ca. 30 Kälber zwischen dem hohen Gras. Unsere älteste Kuh Senta mit ihren 17 Jahren hat 14 quicklebendige Kälber zur Welt gebracht. Eine hervorragende Leistung, aber bei der Rasse Galloway durchaus typisch. Genaue Informationen darüber, wie wir unsere Mutterkühe halten und wie wir züchten, erfahren Sie unter Betrieb und Zucht.

Mutterkuhhaltung ist aber kein Selbstzweck. Wir züchten die Tiere, um für Sie gesundes und schmackhaftes Fleisch und Fleischprodukte zu produzieren. Galloways bieten bei guter Fleischleistung höchste Qualität. Das liegt zum einen an den Rasseeigenschaften und vor allem an der Art der Tierhaltung. Mehr über Fleischqualität und unser Fleischangebot finden Sie unter Rindfleisch und Preisliste.

Auf unserem Betrieb werden im Sommer 30 Galloway-Mutterkühe mit Nachzucht sowie drei Deckbullen auf ca. 70 Hektar Weideflächen, die zum Teil Naturschutzflächen sind, gehalten. Im Winter bleiben die Rinder auf den umliegenden Flächen direkt am Hof und werden hier in einer offenen, überdachten Stalleinrichtung mit Grassilage zugefüttert. Über die Fressfanggitter können die Tiere festgesetzt werden und zum Beispiel gegen Weideparasiten behandelt oder Trächtigkeitskontrollen durchgeführt werden.

Auf der Weide wird den Tieren in großen Raufen zusätzlich Stroh angeboten.

Ab Ende Februar bis April ist Abkalbezeit. Galloways sind gute Muttertiere, die die ersten Tage ihr Neugeborenes auf der Weide gut verstecken, wenn sie selbst zum Fressen an den Futtertisch kommen. Das nützt den Kälbchen aber nichts, denn wir müssen das neue Herdenmitglied sobald wie möglich nach der Geburt finden, um es laut EU-Recht mit genormten Ohrmarken zu versehen. Das ist manchmal nicht einfach, weil die schwarzen Kälber sich tief ducken und ganz still liegen bleiben. Nur wenn man ihnen ganz nahe kommt, springen sie auf und rennen davon. Auf vier Beinen ist das Kalb, auch wenn es nur wenige Tage alt ist, immer noch schneller als der Mensch.

Schon nach ein paar Wochen bilden die jungen Kälber Gruppen und toben über die Weidefläche.

Wenn die Weiden genug Aufwuchs haben, verlassen die Tiere die Winterflächen und werden auf die Sommerweiden verteilt. Da im nächsten Jahr die Mutterkühe wieder Kälber bei Fuß haben sollen, wird immer auch ein Zuchtbulle dazugestellt, um die Tiere zu decken. In den letzten Jahren haben wir insbesondere kanadisches und australisches Gallowayblut in die Herde gebracht. Einige unserer besten Kühe wurden mit Samen dieser internationalen Spitzenbullen belegt. Unsere daraus gezogenen Elitebullen Schönweider Desert und Schönweider Enterprise aus Kanada sind bereits im Deckeinsatz.

Zum Auftrieb und zur Abkalbezeit im Frühjahr sowie zum Abtrieb im Herbst ist bei uns immer viel zu tun. Beim Sortieren, Wiegen und Beurteilen der Tiere brauchen wir dann noch zusätzliche Arbeitskräfte. Dabei helfen uns unsere beiden Söhne und die am Rind geschulten Reiter unserer Reitanlage Galloway Star Ranch.

ÜBER DIE RASSE

Die Rinderrasse Galloway stammt ursprünglich aus dem Südwesten Schottlands. Hier weiden die langhaarigen und hornlosen Rinder auf den kargen Wiesen des schottischen Hochlandes seit vielen Jahrhunderten. Galloways gelten als einer der ältesten Fleischrinderrassen der britischen Inseln und fanden schon bei den Römern hohes Lob aufgrund ihrer exzellenten Fleischqualität. Die raue, windige und regnerische Region hat diese robusten Rinder geprägt.

Galloways sind extrem genügsam, widerstandsfähig und sehr menschenbezogen. Die Mutterkühe sind bis ins hohe Alter sehr fruchtbar und leichtkalbig, d.h. sie bekommen ihre leichten, vitalen Kälber zumeist ohne menschliche Hilfe auf der Weide von ganz allein. Damit sind Galloways die idealen Weidepartner für naturbelassenes Grünland. Aufgrund ihrer Genügsamkeit fressen diese Rinder die Weiden sehr gut ab. Im Verhältnis zu ihrem Gewicht haben Galloways breite Klauen, so dass ihr Tritt auch bei unterschiedlichsten Bodenverhältnissen die Grasnarbe schont.

Mittelrahmigen Rinder

Die klein- bis mittelrahmigen Rinder mit einer Kreuzbeinhöhe von ca. 130 cm haben ein dichtes, mittelfeines Unterhaar und längeres, gewelltes Oberhaar. Die ausgewachsenen Mutterkühe wiegen ca. 600 kg. Ein erwachsener Bulle bringt ca. 900 kg auf die Waage.

Galloways kommen in vier verschiedenen Farbschlägen vor: einfarbig, belted (schwarzer Bauchgurt), white (schwarzes Maul, schwarze Ohren und Füße), rigget (weiße Augentropfen und Halskrause). Diese Farbschläge gibt es in den Farben schwarz, blond und rot.

Bei uns in Schönweide züchten wir ausschließlich schwarze einfarbige Galloways.

Galloways in Deutschland

In Deutschland werden Gallowayrinder seit 1973 gehalten. Sie eigenen sich hervorragend für die extensive Weidewirtschaft, die den Tieren ein freies, art- und rassegerechtes Leben auf naturbelassenem, kräuterreichem Grünland ermöglicht.

Ihr schonendes Weideverhalten fördert eine große Artenvielfalt der Flora und Fauna. Deshalb wird die landschaftspflegerische Leistung der Galloways in vielen Naturschutzprojekten hochgelobt.

UNSER ZUCHTKONZEPT

Wir züchten seit 1987 hauptsächlich schwarze Galloways auf unserem Betrieb in Gottesgabe im Kreis Plön. Diese Rasse bietet uns genau das züchterische Potential, das wir brauchen, um unsere Vorstellungen von einer robusten Rinderhaltung mit besten Ergebnissen bezüglich Mutterkuhleistung, Fleischleistung und Fleischqualität zu gewährleisten.

Wir bieten unseren Rindern ganzjährigen Weidegang an. Der luftige, offene Laufstall ermöglicht die kontrollierte Winterfütterung mit Grassilage, Stroh und Heu sowie die Festsetzung der Tiere bei Bedarf.

Unsere Zuchttiere werden streng selektiert: Wir wollen rahmige und leistungsstarke Bullen mit optimalem Fleischansatz. Auf korrekte Fundamente, die eine gute Leistungsfähigkeit der Deckbullen sicherstellt, legen wir höchsten Wert.

Seit 1996 setzen wir bewährte Genetik aus Kanada und Schottland ein.
Gallowaybulle in der Herde

Eine regelmäßige Eigenleistungsprüfung ist dabei selbstverständlich.

Wichtig ist uns vor allem eine charakterfeste, fruchtbare und langlebige Mutterkuh, die gesunde und vitale Kälber zur Welt bringt. Unsere älteste Kuh ist 17 Jahre alt und hat bis heute 14 mal gekalbt.

Moderne Zucht darf sich heute nicht allein an der Fleischleistung orientieren. Zucht muss vor allem auch Wert auf die Qualität des Produkts und die Qualität der Produktion legen. Nachhaltige und tierartgerechte Rinderhaltung ist für uns keine notwendig einzuhaltende Gesetzespflicht, sondern eine selbstverständliche Verpflichtung als Züchter und Rinderhalter.

GENETIK

Die ersten Rinder kauften wir wie viele andere Anfänger von deutschen Züchtern. Nach einigen Jahren, als wir züchterisch den geschärften Blick dafür hatten, was wir erreichen wollten, war uns aber klar, dass wir uns nicht nur in Deutschland und Schottland nach Vererbern und Blutlinien umschauen müssen, sondern auch in anderen Ländern, in denen die Gallowayszucht einen hohen Stellenwert hat. Aus diesem Grunde besuchen wir bis heute regelmäßig die wichtigsten Gallowayschauen in Kanada, Australien und selbstverständlich in Schottland.

1992 wagten wir mit dem Import von schottischem Samen des Bullen Penningham Xenium zum ersten Mal den Einsatz von internationaler Topgenetik. Der Versuch zeigte mit dem Bullkalb Schönweider Xenium, das 1994 geboren wurde, und dem Kuhkalb Schönweider Charis, das 1996 zur Welt kam, hervorragende Erfolge. Im Februar 1995 gingen wir nach reiflicher Überlegung und intensiver Suche vor Ort einen Schritt weiter und importierten den Bullen Glenfiddich Donau aus Kanada.

Ab 2002 setzten wir mit dem Kauf von Samen der Bullen Globex Quota, Globex Winchester, Globex Explosive auch australische Spitzengenetik ein.

Seit dem Frühjahr 2005 decken die Spitzenbullen Schönweider Desert (V: Desert Storm x M: Sandhills Footloose aus Kanada)und Schönweider Enterprise (V: Sandhills Enterprise x M: Glenfiddich Beauty aus Kanada) – beides Embryotransfers – mit großem Erfolg in unserer Herde.

Unsere Zucht findet mittlerweile Anerkennung auch über unsere Landesgrenzen hinweg. Unser Zuchtkonzept geht auf. Es freut uns deshalb sehr, dass im Jahr 2008 unser vielversprechender Bulle Schönweider Explosive und die typvolle Färse Schönweider Star aus Schönweider Enterprise gezogen nach Schottland exportiert wurden und dort in der weltweit hochanerkannten Gallowayherde von John und Anne Finlay, Blackcraig Farms, zum Einsatz kommen.

RASSESTANDARD

Galloways sind eine dominant hornlose Fleischrinderrasse. Sie stammen ursprünglich aus dem Südwesten Schottlands und sind heute auf der ganzen Welt verbreitet. Sie sind friedfertig, genügsam und widerstandsfähig und bringen auch bei naturnaher Haltung eine gute Fleischleistung mit hervorragender Fleischqualität. Galloways haben eine hohe Futterverwertung und einen sehr niedrigen Erhaltungsbedarf. Galloways sind langlebig, fruchtbar und leichtkalbig, wobei ihre Kälber leicht und von großer Vitalität sind.

Der Rassestandard
(Quelle: www.galloway-deutschland.de)